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ts-herbst-disco-6small.jpg (13894 Byte) Mein damaliges Superpult der Tanzschule Herbst in einem edlem Palisander Tisch gut verpackt mal ohne und mal hinter einer Rauchglas- Scheibe, das war die optische Sternstunde für jeden Diskjockey.
licht-tische-2.jpg (26896 Byte) Auch bei der Innenausstattung konnten wir außer einem Super-Sound und ansprechendem Licht einiges mehr einbringen und für gutes Geld auch verkaufen.

Ideen und Innovationen waren sehr gefragt, denn es gab in Deutschland damals ca. 22.000 Diskotheken.
Dazu kamen eine Unmenge von Tanzschulen, die damals noch sehr profitabel waren. Diese Tische standen in der Disco "Zum Tylf" in Geisenheim am Rhein, sehr gemütlich und immer schön anzuschauen, eine Legende.

faser-wandlampe-1.jpg (21101 Byte) Diese Art von edlen Wandelementen war den damals allseits bekannten Glasfaser Pinseln nachempfunden, jedoch durch die Scheibe nikotinfest.

Das Element sah auch nach einem Jahr noch brauchbar aus, jedenfalls, wenn die Lampen überhaupt gewechselt wurden.

Damals waren die Diskos teilweise richtig schön, interessant und gemütlich gemacht, nicht einfach nur primitiv und  extrem laut.

lobeshymmne-aug-1979-1.jpg (40175 Byte) Eine meiner Grundphilosophien war damals schon die Leichtigkeit der Pflege (Säuberung) und die Einfachheit der Bedienung durch die teilweise vollkommen verblödeten und bekloppten Disc-Jockeys.

Daß meine Technik immer Temperatur-, Wasser-, Bier- und Cola- resistent sein mußte, hatte ich weiter vorne schon beschrieben.
Hier auf der linken Seite wurden wir aus Wiesbaden im Aug 1978 mal so richtig gelobt. Das tat gut.

Abgesang:

Und mit dem Dorian Gray im Keller des Frankfurter Flughafens kam 1978/1979 die Gigantomanie auf, die mich veranlaßte, dieses Marktsegment schnellstens zu verlassen. Dort waren auf mehreren tausend Quaratmetern Unmengen von Technik mit Kilowatt an Musikleistung untergebracht, die Hallen ware irre groß und die Massen wurden primitiv, teuer und laut abgespeist.

Dort dauerte es nur wenige Monate, bevor der Laden von Zuhältern und anderen werten Zeitgenossen mit Beschlag belegt wurde. In den normalen Diskos war meist in den ersten beiden Jahren noch Ruhe.

In dem so um 2001 bis heute in Wiesbaden ansässigen "Euro Palace" kann man fast wöchentlich eine richtige echte Messerstecherei live oder einen "geilen" Schusswechsel live mit einem oder zwei Toten miterleben, fast gratis versteht sich.

Man muß nur dicht genug dran sein, um alles zu sehen und wiederum weit genug weg, um nicht selbst mal angeritzt zu werden. Und man sollte diverse "multikulturelle" Sprachkenntnisse mitbringen, um sich zu verständigen.

Alles in allem fiel der Wandel nicht schwer. Im Nachinein war es eine sehr interssante Zeit.

 
 

 

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