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Der Radweg von Gustavsburg-Ginsheim Richtung Kühkopf

Am Rhein in der Mainz/Wiesbadener Region gibt es inzwischen mehrere gepflegte Naturschutzgebiete und dazwischen recht gut ausgebaute Radwege teils auf dem Deich teils hinter dem Deich. Sowohl Hessen wie auch Rheinland Pfalz geben sich richtig Mühe, den Einwohnern wie auch den Touristen etwas zu bieten. Als Wiesbadenern bietet sich eine Radfahrt rechtsrheinisch an, denn der Ausgangspunkt ist schnell erreicht.

Direkt hinter dem Mainspitzdreieck der A60 (Rüsselsheim-Mainz-Bingen) direkt vor der Rheinbrücke ist die Abfahrt Ginsheim. Dort fährt man ca 2km in den Ort hinein bis zum Schild zum alten Hafen / Fähre. Die Fähre auf die Halbinsel solten Sie nicht so ernst nehmen, das ist ein antiquarisches Überbleibsel aus vergangenen Welten. Auch der (ehemalige) Hafen ist nur ein alter ruhiger Rhein-Nebenarm mit Ruhe und Ambiente.

Von dort geht ein sehr schöner Fahrweg auf dem Deich Richtung Süden. Mal auf dem Deich, mal daneben, es ist beschaulich und entspannend. Der Weg ist gut ausgebaut und eben, auch für Familien mit Kindern sehr gut geeignet. Am Ginsheierm Hafen (ca. 60m einwärts) gibt es den Ratskeller mit preiswerter und guter Gastronimie, dazu ein edles 3 Sterne Hotel mit Blick aufs Wasser, das jedoch seinen Preis hat. Die Frittenbude am Hafen hat nur im Sommer auf.

Hier gibts leider keine Bilder, sind alle durch eigene Dusseligkeit gelöscht.
Sie radeln lange an einem großen Schutzgebiet entlang und sehen massenweise Getier aller Art. Irgendwann kommt zur Zeit (Okt 2005) eine recht große Deich-Baustelle, die Sie in den Auen, also zum Fluß entlang, umrunden können. Das ist etwas mühsam vom Strampeln her, diese Weg sind nicht asphaltiert, sonder "natur" belassen. Sie sehen hier noch deutlich mehr natur. Es geht auch über eine wenig befahrene Landstraße weitere landeinwärts, das ist leichter zu stramplen aber farblos.

Nach dem ersten Abschnitt landen Sie (überqueren Sie oder auch nicht) die Landstraße zur (richtigen Rheinfähre) von Trebur nach Oppenheim / Nierstein. Dort an der Fähre ist eine (lustige) Bude mit allerlei zum Essen und Trinken unter zwei riesigen Kastanien. Die Qualität ist dem Preis einsprechend, erwarten Sie keine Wunder, es ist ein Erlebnis.

Wenn Sie nirgenwo mehr richtige große urige Motorräder von Harley Davidson in Massen sehen, dann hier. Lauschen Sie den Gesprächen der Helden der Motorbikes, so haben Sie Tage lang zu erzählen, was die alles erlebt haben (wollen). Münchausen ist dagegen eine richtig alter Hut. Selbst die Harry Potter Story verblaßt. Und Sie haben etwas zu lachen.

Wir habenuns gestärk, die Apfelsaft Schorle war gut, da aus der Flasche, der Kuchen hat michnicht umgebracht, wir konnten weiter radeln Richtung Kühkopf.

Hier gibts leider keine Bilder, sind alle durch eigene Dusseligkeit gelöscht.
Der Kühkopf ist die Mückenplage für die ganze Region. Wer noch nie in Süd-Florida in den Everglades (den tropischen Sümpfen) war, der sollte den Kühkopf kennen lernen. Nach Wiesbaden sind es locker 20 Kilometer. Steht im Hochsommer der warme Wind so richtig aus Süden, so kommen Sie in geballten Massen bis zu uns. Die Politiker glauben das nicht, denn die wohnen im höhren Taunus. Im offenen Schlafzimmer haben Sie urplötzlich 20 bis 30 Stück. Die müssen Sie mit dem nassen Handtuch fangen (gefangen haben), jedenfalls bevor Sie ins Bett gehen.

Wenn Sie also weiter fahren um den Kühkopf herum, dann planen Sie die Fahrt nach der Sonne. Kalkulieren Sie großzügig mit der Zeit für die Rückfahrt, insbesondere  Kinder werden es Ihnen danken. Wenn die Sonne so langsam hinter den Oppenheimer Weinbergen versinkt (es sieht beeindruckend schön aus), dann haben Sie für die Flucht nur noch Minuten. Diese Mist-Viecher sind schnell, schneller, als Sie glauben. Und gegen diese Massen heben Sie wenig Chancen, auch im Oktober nicht.

Die Fahrt am Rhein ist beeindruckend schön, es ist ruhig, nur die Schleppverbände auf dem Rhein und die Motorsegler des nahen Segelflugplatzes brummen leicht um Sie herum.

Da kommt noch was.

 
 

 

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